Sonstiges

Beiträge aus der Seniorenecke

Aus der Seniorenecke November 2018

 

Aus der Seniorenecke August 2018

 


Vertreter der Auszubildenden-Vertretung (AV) Stuttgart besuchen den Seniorenbeirat

Bei seiner Sitzung im April hatte der Seniorenbeirat Besuch von Manuel Blessing und Alex Braun. Sie sind Mitglieder der Auszubildenden-Vertretung (AV) Stuttgart. Die AV vertritt alle Einstiegsqualifizierte (EQ), Auszubildende, Dualer Studiengang Bachelor, und Dualer Studiengang Master. Der Bereich der AV Stuttgart deckt sich im Prinzip mit der Fläche von Baden-Württemberg ohne die Regionen Freiburg, Karlsruhe und Offenburg. Die Zuständigkeit erstreckt sich über alle Telekom Betriebe, in denen ausgebildet wird. Insgesamt machen aktuell bundesweit 6629 Menschen bei der Telekom eine Ausbildung oder ein duales Studium.

Die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) dient als Türöffner in Ausbildung oder Beschäftigung. Sie richten sich an Jugendliche, die noch nicht reif für eine klassische Ausbildung sind. Diese Förderung wird durch die Agentur für Arbeit vermittelt und auch bezahlt. Je nach Bewährung und Eignung können sie anschließend im ersten oder zweiten Lehrjahr einsteigen. Derzeit sind es im Bundesgebiet 20 bis 30 EQs. Dieser Weg steht grundsätzlich auch Menschen mit Fluchterfahrung offen. Hier kommt es neben der fachlichen Grundvoraussetzung besonders auf die Sprachkompetenz an.

Klassische Ausbildungsstellen, wie wir es aus früheren Jahren kennen, gibt es in der aktuellen Struktur nicht mehr. Die Ausbildung findet in den Betrieben und ein Teil in der Berufsschule statt. Informationsveranstaltungen für eine ganze Gruppe von Auszubildenden erfolgen in normalen Besprechungsräumen oder über Telefonkonferenzen. Die Auszubildenden müssen neben ihrer Arbeit in den Betrieben zusätzlich noch Lernprogramme über den Computer bearbeiten. 70% bis 80% werden nach Abschluss der Ausbildung oder des Studiengangs in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen.

Bericht: Jürgen Schmidt
aus der Seniorenecke Mai 2018

Spiegelt man das oben gesagt der jungen Auszubildenden von heute mit den Inhalten einer Festschrift zu 60 Jahren Fernmeldehandwerkerausbildung aus dem Jahre 1985 wider, fällt der starke Wandel auf. Man sieht dort Bilder von jungen Menschen die durch einen Ausbilder im Umgang mit dem Werkstoff Metall angeleitet werden, natürlich in einer Lehrwerkstatt. Daneben liest man den Spruch „Eisen erzieht“.

Aber bereits im Heft zum 25-jährigen Jubiläum des FA 3 Stuttgart von 1992 zeigt sich der Wandel. Aus dem Fernmeldehandwerker wurde der Kommunikationselektroniker. Teile der praktischen Ausbildung werden nun in den Dienststellen durchgeführt. Weiter heißt es dort: „Zu den heutigen Anforderungen in der Arbeitswelt gehören die Fähigkeit zum selbstständigen Handeln und zur ständigen Weiterbildung. (..) Die Auszubildenden erhalten im Rahmen der praktischen Ausbildung Module (Arbeitsaufträge) und müssen nun möglichst selbständig die gestellten Aufgaben erfüllen.“

Bilder aus: Festschrift 60 Jahre Fernmeldehandwerkerausbildung und Festschrift 25 Jahre FA 3 Stuttgart


Das Betreuungswerk Post Postbank Telekom feierte im Jahr 2017 sein 125-jähriges Jubiläum.

Die Jubiläumsbroschüre können Sie als gedrucktes Exemplar beim Betreuungswerk anfordern oder als PDF-Datei herunterladen.


Betreuungswerk Post Postbank Telekom feiert 125-jähriges Jubiläum
„Betreuungswerk zeigt: Die Post-Familie gibt es immer noch“

Mit einem großen Festakt feierte das Betreuungswerk am 05. Mai 2017 sein 125-jähriges Bestehen. Am 14. Mai 1892 wurde die Stiftung „Töchterhort“, das heutige Betreuungswerk, gegründet. Ziel war „[…] die Fürsorge für unverheiratete Töchter von verstorbenen Beamten und Unterbeamten der Reichs-, Post- und Telegraphenverwaltung im Falle der Hilfsbedürftigkeit durch Gewährung von Unterstützungen zu fördern.“ Postdirektor Rudolph initiierte eine erste Spendenaktion, an der sich 58.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligten. Diese brachte weit mehr als 100.000 Goldmark ein und bildete den Grundstock der heutigen Stiftung.

Seit seiner Gründung hat das Betreuungswerk stetig seine Aufgaben erweitert. Waren es zu Beginn ausschließlich die Töchter verstorbener Postbeamter die Unterstützung erhielten, wurden ab 1939 auch männliche Waisen und Kinder verstorbener Angestellter und Arbeiter in die Betreuung mit aufgenommen. 1976 wurden die Stiftungsaufgaben um die Seniorenbetreuung erweitert. Die Notfallhilfe kam im Jahr 1984, die „Studienstiftung Post, Postbank, Telekom“ 2003 hinzu. Mit einer Satzungsänderung 2015 wurden die Weichen gestellt, um in Zukunft noch mehr Menschen in Notsituationen helfen zu können.

Heute ist das Betreuungswerk in den Bereichen Notfall- und Waisenhilfe, Studienförderung und Seniorenarbeit tätig und unterstützt Beschäftigte und deren Familien rund um Post, Postbank oder Telekom. 2016 konnte das Betreuungswerk fast 4.500 Waisen und 1.800 in Not geratenen Menschen mit mehr als 2 Millionen Euro helfen. Rund 630.000 Euro Studienhilfen wurden ausbezahlt. 500 Seniorenbeiratsgremien schaffen ein beispielloses Netzwerk für mehr als 200.000 Seniorinnen und Senioren. Dies alles wird ermöglicht durch die tatkräftige Unterstützung von 3.800 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Die Kosten für den Verwaltungsaufwand werden von den Unternehmen Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG und Deutsche Telekom AG getragen. Finanziert wird die Hilfe vor allem durch Spenden aus dem Kollegenkreis. Nur dadurch ist beispielsweise die Arbeit der Seniorenbeiräte überhaupt erst möglich. Seit dem ersten Aufruf vor 125 Jahren hat sich eine einzigartige Spendertradition bei den Beschäftigten der Postnachfolgeunternehmen etabliert, die die Solidarität der Kolleginnen und Kollegen verdeutlicht und zeigt: „Füreinander bei Post Postbank und Telekom“.

Weitere Informationen zum Jubiläum finden Sie auf der Internetseite des Betreuungswerks.


Senioren-Geburtstagsanrufe

Ein kleiner Bericht von Eva-Maria Eßlinger

„Om´s nomgugga isch scho wieder oi Johr verganga“.
Gerade wenn man älter wird, hat man dieses Gefühl.

Es sind noch viele von unseren Senioren unter uns, denen ich am Telefon unsere Glückwünsche zum Geburtstag aussprechen durfte. 19 Jubilaren konnte ich dieses Jahr gratulieren. Der erste angerufene, 93 Jahre alt, musste seine Feier verschieben, weil seine, zur Einladung vorgesehenen Gäste, mit anderen Dingen beschäftigt seien. Deshalb hat er sich auch ganz besonders über unseren Telefondienst an seinem Ehrentag gefreut. Ein fast gleichaltriger Jubilar meinte, es gehe ihm dem Alter entsprechend gut und er sei auch körperlich gut drauf, weil er in seinem Haus jeden Tag zwischen Keller und Bühne“ herumturne“. Alle Achtung!

Es komme sowieso alles wie es kommen muss, meinte ein anderer. Doch leider sterben viele ältere Bekannte in seinem Umfeld, das mache ihn traurig und nachdenklich.

Immer wieder höre ich ein großes Danke für die schriftlichen Mitteilungen des Telekom Senioren Dienstes. Alles wird mit Freude gelesen. Oft ist dies die einzige Verbindung zu ehemaligen Kollegen/innen. Einige haben zwar noch einen großen Bekannten/Verwandtenkreis, aber persönliche Besuche werden immer weniger. „So isch des halt“ meinte ein Jubilar etwas resigniert und man solle Ihn auf jeden Fall nächstes Jahr, zu seinem dann 94. Geburtstag, wieder anrufen.

Oft bekomme ich zu hören, dass die Stunden zu schnell vergehen. Man sei doch jetzt länger beschäftigt mit Zeitungslesen, einkaufen und Wohnung säubern etc. „S´dauert halt älles a bissle länger als früher“.

Angerufene Jubilare berichten oft ausführlich von ihren Dienstjahren bei der Post/Telekom. Dazu folgende Anekdote einer ehemaligen Kollegin aus dem Fernvermittlungsdienst, entdeckte ich in meiner Tageszeitung.

„Das Fräulein vom Amt“: Wir hatten an den Vermittlungsschränken 1970 für die einzelnen Gesprächsverbindungen 2 Strippen mit jeweils einem Stöpsel; mit einem nahm man den Anruf entgegen, mit dem anderen verband man zu dem gewünschten Gegenüber.

Da an der Verbindung der beiden Kabel ein Gewicht hing, das die Kabel wieder in die Ausgangsposition zog, zerschlissen die Kabel dort im Laufe der Zeit und wurden bei der Reparatur gekürzt, sodass sie manchmal nicht mehr in die oberen Reihen der Buchsen reichten. So kam es, dass einem von uns „Fräuleins“, die trotz zu kurzer Strippe in eine der oberen Reihen verbinden wollte, der Satz entfuhr:“ Des isch aber en kurzer Stöpsel“ und der Anrufer darauf verwundert fragte: „Freilein, sehet sie mi?“. (Heute, im Zeitalter der Smartphones, wäre das keine unberechtigte Frage mehr…)

Ja, so höre ich auch sehr amüsante Begebenheiten aus den alten Zeiten. Zeitzeugen sind für mich wertvoll und interessant. Auch freue ich mich über die meist offenen und netten Gespräche, wie z.B. die Aussagen „im Alter wird’s net besser, man muss schon am Morgen mit trainieren anfangen“. Eine Jubilarin sagte es direkt, für sie sei das Glas immer halb voll und nicht halb leer. Eine andere Frau erzählt mir, dass sie vor Reisen Schmerztabletten nehmen würde, sie wolle doch niemand zur Last fallen, aber doch noch etwas erleben. Heute sagte mir eine Seniorin: „Viel rausgehen und laufen, damit man, wenn die Beine mitmachen, noch mit wandern kann“. Die Telekom Senioren haben eine „so nette“ Wandergruppe. Manchmal werde ich zu meiner Überraschung auch in einer Fremdsprache begrüßt, wie letzte Woche von einer achtzigjährigen: „Bonjour, Bonjour…..“

So gäbe es noch viel zu berichten. Das Jahr ist vorüber und bereits heute freue ich mich auf die Anrufe im neuen Jahr.

Bericht: Eva-Maria Eßlinger
aus der Seniorenecke 1/2018